Entwicklung und Philosophie
Die Entwicklung der Forschungsstelle
Die FST wurde 1965 als "Forschungsstelle für angewandte Sprachwissenschaft zur Rehabilitation Behinderter" gegründet und war an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg eine wissenschaftliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Schwerstkörperbehinderte taubblinde Dysmelie-Kinder mit starker geistiger und psychischer Retardierung als Folge fehlender frühkindlicher Kommunikation gaben den Forschungsanstoß. Sie waren die ersten von inzwischen mehr als 5000 kommunikationsbehinderten Kindern, Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit denen die FST rehabilitationspädagogische Forschung durchgeführt hat.
Nach dem dienstlichen Ausscheiden ihres Gründers und Leiters, Prof. Dr. Klaus Schulte, wird die FST seit 1998 als
Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen mit kommunikativer Behinderung (FST) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" - An-Institut -
von Frau Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte, Philosophische Fakultät, FB Erziehungswissenschaften, Institut für Rehabilitationspädagogik, weitergeführt.
Die Philosophie der FST
Die stärkere Gewichtung der Rehabilitation im Namen und die Präzisierung der Zielgruppe Menschen mit kommunikativer Behinderung fördert neben empirischer Grundlagenforschung verstärkt individuelle Bezugnahmen und fordert Interdisziplinarität in der Rehabilitationsforschung. Interdisziplinär denken und zusammenarbeiten macht es möglich, systematisch und in größerem Umfang den auf ein Lehramt, ein Diplom, den Magister, die Promotion oder Habilitation hin Studierenden, wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Rehabilitationspädagogik mit notwendigem Anwendungsbezug nahezubringen und Theorie und Praxis verstärkt miteinander zu verzahnen.
Es ist und bleibt erklärter Forschungs- und Arbeitsschwerpunkt der FST, mehr Menschen mit kommunikativer Behinderung Chancen zur kommunikativen, beruflichen und sozialen Integration zu eröffnen und so der Zielsetzung des Europäischen Jahrs der Behinderung 2003 näher zu kommen:
"Teilhabe verwirklichen - Gleichstellung durchsetzen - Selbstbestimmung ermöglichen"